Der Bleue des Glaciers (45%) ist eine sehr merkwürdige Angelegenheit, da ich mir hierbei nicht einmal sicher bin, ob es sich um einen Absinthe handelt, oder nicht!

Zunächst mal fällt er unter den Schweizern schon mal unangenehm auf, weil er der erste (und Gott sei Dank bisher einzige) ist, der künstlich gefärbt wurde, und zwar mit einem Blau-Schimmer!

Sein Geschmack ist genau wie seine Trübung unheimlich dünn. Er besteht aus einem Destillat aus Anis und irgendetwas Wermut-ähnlichem, also entweder einem sehr unaromatischen Wermut, einer anderen Artemise, oder einem anderen Bitterkraut wie Weinraute oder so etwas. Wäre das ganze etwas intensiver, so könnte man es vielleicht genauer definieren.

So oder so ist er immernoch trinkbar, fällt nicht unangenehm auf, bietet aber auch nichts besonderes. Falls er tatsächlich keinen Wermut enthält, so ist er (vergleichbar mit einem Alkohol-freien Bier) dafür noch recht akzeptabel, und sicher besser gelungen als zb der Herbsaint, der die gleiche Funktion in den USA erfüllt. Für einen Bleue ist er jedoch nicht sonderlich gelungen!