Meines Wissens nach, darf sich in der Schweiz ein alkoholisches Getränk (Gott sei Dank) nur Absinth nennen, wenn es ein Wermut-Destillat enthält. Ob dies beim Holle (50%) allerdings der Fall ist, wage ich stark zu bezweifeln, auch wenn man natürlich nie 100%ig ausschließen kann, daß sich hinter der unerträglichen Bitterkeit, die das Wermut-Mazerat hinterließ, sinnloser weise noch ein Wermut-Destillat verstecken könnte. So oder so ist der Absinth Holle die erste wirkliche Beleidigung meiner Geschmacksnerven, die mir bis heute aus der Schweiz untergekommen ist! Neben dieser bereits erwähnten unerträglichen Bitterkeit, die man sonst von kulinarischen Höhenflügen aus Tschechien speziell aus dem Hause L'OR gewohnt ist, schmeckt und riecht man ein Aroma, das mich spontan an den Geruch von Supermarkt-Glühwein im Tetra-Pack erinnerte, und somit Seite an Seite mit dem deutschen Monter um den ersten Preis im "wie werde ich meine Gäste los"-Wettbewerb ringt. Ich hoffe, daß es sich bei dieser Version nur um einen mißglücktes Experiment handelt, welches versehentlich in den Verkauf geriet, und die als Hersteller auf dem Etikett ausgewiesene Fam. Bader bald mit einem besseren Produkt aufwartet...