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Ich habe lange versucht herauszufinden, an welche Sorte mich dieser Absinthe erinnert,
da ich dachte, dadurch seine Herkunft bestimmen zu können.
Aber bei keiner mir bekannten Sorte paßte es genau,
so daß diese Frage wohl derzeit ungeklärt bleiben muß.
Ich habe diese Flasche von einem Online-Versand namens Interdelikat, welche diesen bei ebay verkaufen, und die noch zu faul waren, ihrem Absinthe einen einfallsreicheren Namen zu geben, als 50/10, was wohl für 50% Alkohol und 10ppm eingebildeten Thujon-Gehalt stehen soll. Etwas später kam ich durch einen Zufall darauf, daß diese ihn wohl von einem Großhändler namens Bockmeyer haben, der ihn auch an Privat-Personen in 5 Liter Kanistern verkäuft, und über seine Herkunft ebenso den Mantel des Schweigens legt, wie Interdelikat. Geschmacklich liegt dieser Absinthe im wesentlichen zwischen Gilbert Holl und Elie Arnaud Denoix, da er neben einem spürbar vorhandenen Wermut-Destillat einen Devoille-artigen Beigeschmack besitzt, leider mehr als ausreichend vorgezuckert wurde, eine wohlproportionierte Menge Anis enthält, was ihn ganz ansehnlich trüben läßt, eine leichte Wermut-Färbung geschmacklich nicht verbergen kann, und u.a. mit Fenchel ganz passabel ausbalanciert wurde. Falls es sich dabei um einen deutschen Absinthe handeln sollte, so gehört er neben Eichelberger zu den besten, unter den Franzosen wäre er im unteren Mittelfeld anzusiedeln. Trinken kann man ihn auf jeden Fall, und je nach dem, wo man ihn bestellt, ist der Preis auch absolut vertretbar. |
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