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Während der Mari Mayans Connaisseurs (55%) eine künstlich gefärbte, unerträgliche Sternanis-Plörre
nicht weit entfernt von Teichenne & Co ist, über die man kaum ein weiteres Wort zu verlieren braucht,
so ist der hierzulande nicht zu unrecht wesentlich weiter verbreitete Mari Mayans Collectors (70%) durchaus unter die trinkbaren Spanier zu zählen. Seine Farbe ist, im Gegensatz zum 55er nicht bläulich grün, und ich habe sogar Gerüchte vernommen, nachdem hier mit reinem Chlorophyll gefärbt wurde, was zwar nicht so gut ist, wie mit Kräutern, aber wenigstens das Fehlen chemischer Beigeschmäcker erklärt. Sein Wermutanteil wurde offenbar durch Mazeration zugeführt, was ihn von gehobenen Spaniern wie zB dem Deva unterscheidet, allerdings so moderat, daß man kaum eine störende Wermutbitterkeit vernimmt. Seine Trübung ist entsprechend seines ziemlich intensiven Sternanis-Aromas fast unnatürlich ausgeprägt. In seinem Geschmack findet sich neben Sternanis und einem Hauch von Wermut-Destillat einerseits etwas süßliches, was nicht durch Zucker sondern angeblich durch eine Anis-Art namens Mahalauva erzeugt wird. Daneben findet man ein undefinierbar frisches Kräuteraroma vor, welches vielleicht durch etwas Minze erzeugt worden sein könnte. Irgendwas hat der Mari Mayans, auch wenn es sich hier kaum noch um einen Absinthe handelt. |
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