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Les Fleurs du Mal - ein poetischer Name, für ein Produkt, das eher künstlich als künstlerisch anmutet.
Charles Baudelaire würde sich wahrscheinlich im Grabe herumdrehen, wenn er wüßte, für was der Name seines Gedichtbuches nun herhalten muß!
Was findet man nun vor?Ein absolut liebloser Ölmix, mit der Bitterkeit eines Wermut-Mazerats, der völlig überflüssiger Weise künstlich gefärbt wurde und daneben voller Sternanis ist, welcher aber immer noch nicht ausreicht, um den merkwürdigen Beigeschmack zu verdecken, den wahrscheinlich die künstliche Farbe erzeugt. Das ist der Les Fleurs du Mal (55%), der sich von dem anderen Produkt der Destillerie Girard Namens Le 1924 (55%) nur insofern unterscheidet, daß der Le 1924 noch stärker vorgezuckert wurde, so daß damit wenigstens ein Teil des Elends kaschiert wird.Weitere Geschmacks-Elemente bieten beide nicht, so daß man sie auf einem Niveau noch unter dem ebenso lieblosen Absinthe Huguet aus Andorra ansiedeln muß, der wenigstens natürlich gefärbt wurde, und deshalb neben der genauso ausgeprägten Bitterkeit des Wermut-Mazerats wenigstens keinen weiteren störenden Beigeschmäcker enthält. Insgesamt sind beide nach den Chemie-Sinthen Trenet und Père Kermann's mit das mieseste, was Frankreich derzeit zu bieten hat. |
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