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Ein hervorragender grüner Anis und ein unendlich intensives Wermut-Destillat prägen den Geschmack des Absinthe Francois Guy (45%), der dem Anisette Pontarlier Anis aus dem gleichen Hause recht ähnlich ist, mit Ausnahme des darin fehlenden Wermuts natürlich.

Genau wie andere Destillate, die auf 45% verdünnt werden, ( Kübler 45, Segarra 45 und Un Emile 45 ) hat auch der Francois Guy das Problem, daß er zwar wunderbar wermutig und anisig schmeckt, aber sonst leider nichts weiter auszumachen ist. Ich denke, es ist einfach nicht möglich, ein Destillat zu erzeugen, daß sich soweit herunter verdünnen läßt, wie man es beim Francois Guy machen kann (eine 1:5 Verdünnung ist trotz seiner ohnehin nur 45% spielend möglich), ohne daß dabei die anderen Kräuter untergehen.

Dies ist aber auch das einzige Manko des Guy, der ansonsten über Jahre die einsame Spitze des modernen Absinthes bildete. Selbst bei den Flaschen wurde viel Wert auf guten Stil gelegt, so wurde zB das "Etikett" der 0,5l Flasche direkt im Glas eingraviert.

Seine Trübung ist entsprechend seines Anis-Gehaltes so ziemlich die stärkste weit und breit, und schon beim Riechen an der Flasche, hat man das Gefühl in einem Wermut-Feld zu sitzen. Künstliche Zusätze, (Farbe oder Aromen) enthält er genauso wenig, wie Zucker.

Der Francois Guy ist und bleibt ein Absinthe, den jeder Absintheur probiert haben muß, den man Ernst nehmen soll, und jeder Kenner in seinem Schrank stehen hat. Für Anfänger ist er allerdings nur dann geeignet, wenn man ohne Anis-Phobie an die Sache geht.

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